Tirol ist das Reich der Berge, mehr als 500 Gipfel erhe­ben sich auf über 3.000 Meter Seehöhe. Wo es Berge gibt, gibt es auch Täler, kaum ver­wun­der­lich, dass die Bevölkerungszentren, die wirt­schaft­li­che Aktivität und ganz beson­ders der Tourismus in die­sen Tälern zu Hause sind. Von den 34 offi­zi­el­len tou­ris­ti­schen Regionen füh­ren immer­hin zehn das „Tal‟ im Namen. Das berühm­tes­te ist sicher­lich das Zillertal, doch auch Ötztal, Lechtal, Brixental und Stubaital und wie sie alle hei­ßen haben dem Besucher eini­ges zu bie­ten. Das wich­tigs­te ist aller­dings das Inntal, das zwar nicht als tou­ris­ti­sche Region geführt wird, das aber als zen­tra­le Lebensader des Bundeslands Tirol dem Land sei­nen Stempel auf­drückt.
 
Der Inn ist mit 517 Kilometern der längs­te Fluss der Alpen, 193 davon flie­ßen durch Tirol. Besonders aus der Luft ist es ein beein­dru­cken­der Anblick, wie das Inntal die Alpen durch­schnei­det, wer schon ein­mal über die­ses Gebiet geflo­gen ist, kann sich sicher an das Bild erin­nern. Nahe lie­gend, dass die Hauptstadt des Bundeslands nicht nur an einer Brücke über den Inn ange­legt wur­de, son­dern auch so heißt: Innsbruck. Die bekann­tes­te Sehenswürdigkeit der Stadt ist das Goldene Dachl, ein Prunkerker aus dem Jahr 1500. Auch wenn es kein offi­zi­el­ler Regierungssitz war, ver­brach­te der Habsburger Kaiser Maximilian I. viel Zeit in Tirol und gab auch das Goldene Dachl in Auftrag. Man könn­te es heu­te als Symbol für den Wohlstand sehen, den die Menschen in Tirol genie­ßen. Ihr Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt um 50 Prozent über dem EU-Durchschnitt.
 
Innsbruck ist das Verwaltungszentrum, selbst­re­dend auch die größ­te Stadt mit 132.000 Einwohnern – 30.000 davon stu­die­ren an den renom­mier­ten Universitäten und Hochschulen – und hat einen grü­nen Bürgermeister. Aus tou­ris­ti­scher Sicht ist die Stadt vor allem als Austragungsort von sport­li­chen Großereignissen in Erscheinung getre­ten. Hier wur­den zwei Olympische Winterspiele durch­ge­führt und jedes Jahr trifft sich die Elite der Skispringer auf der Bergisel-Schanze zur 3. Etappe der 4‑Schanzen-Tournee.
 
Die tou­ris­ti­schen Attraktionen Tirols sind fast durch­wegs geo­gra­fi­scher Natur. Vielen wür­de es genü­gen, ein­fach nur auf den Gebirgsstraßen oder mit den Eisenbahnen durch die Gegend zu fah­ren und die Landschaft zu genie­ßen und eini­ge machen das auch. Aber erst wenn man sich ein wenig Zeit nimmt, erkennt man die Größe, Vielfalt und Einzigartigkeit der Gegend, die zu den belieb­tes­ten Urlaubsgebieten Europas gehört.
 
Wandern im Sommer und Skifahren im Winter ist für Aktivurlauber nicht nur in Tirol ange­sagt, aber hier sprengt das Angebot die kühns­ten Vorstellungen. Im Zillertal zum Beispiel kann bei­dem ganz­jäh­rig nach­ge­gan­gen wer­den. Natürlich müs­sen Schneetiger im Sommer auf die Gletscher hoch und Wanderer sich im Winter warm anzie­hen, die einen und ande­ren müs­sen aber nicht auf ihren liebs­ten Sport ver­zich­ten.
 
Vor allem im Winter ist der Kalender gespickt mit hoch­ka­rä­ti­gen Sportevents. Legendär ist das mehr­tä­gi­ge Hahnenkammrennen in Kitzbühel (das nächs­te soll vom 19. bis 24.01.2021 statt­fin­den), die Abfahrt auf der soge­nann­ten „Streif‟ ist die ulti­ma­ti­ve Herausforderung für jeden Rennläufer und eines der zuschau­er­träch­tigs­ten TV-Events des Winters. Auf dem Programm ste­hen eini­ge wei­te­re Veranstaltungen, ob dabei die gewohn­ten Zuschauermassen mit­fie­bern kön­nen, wird von der Entwicklung der Coronakrise abhän­gen. Das gilt natür­lich auch für die Aprés-Ski-Events, doch man kann davon aus­ge­hen, dass sich die Tiroler was ein­fal­len las­sen, um ihr gesell­schaft­li­ches Leben rund um die Schipisten so ele­gant und aus­gie­big zele­brie­ren zu kön­nen, wie es die Besucher erwar­ten.
 
Skifahren und Wandern sind bei Weitem nicht die ein­zi­gen Urlaubsvergnügen im Land Tirol. Die lang­jäh­ri­ge Erfahrung der Tourismusindustrie sorgt dafür, dass alles, was ein Besucher, egal wel­chen Alters, Herkunft, Kaufkraft und Interessen heu­te in den Ferien erwar­ten kann, auch gebo­ten bekommt. Wellness, Gastronomie, Abenteuersport, Ausflüge, Konzerte und vie­les mehr gibt es auf und zwi­schen den Bergen Tirols zu fin­den, und man muss nicht lan­ge suchen, denn die Tiroler wis­sen, was ihre Gäste ger­ne haben.